Archiv für die Kategorie ‘- LIVE -’

LET`S WRESTLE (UK)

Freitag, 03. September 2010
Dez
11
21:00

Okay okay, erstens bin ich manchmal ein fauler Sack, zweitens sind andere (wieder manchmal)Texte zur Band auch sehr erbauend. So wie der hier von der TAZ zu den famosen Jungs aus England. Habe da nix hinzuzufügen

Ah, guter alter Freund Schrammel-Indie-Pop! Dich hatten wir ja ganz vergessen, seit die Jungs mit den eckigen Gitarrenläufen, den Bratzelektros und den Karriereplänen die straff gescheitelten Jungmänner erfolgreich umgarnten!

Schön, dass Du dich mal wieder rührst und dann gleich mit so einem fantastischen Album, das alles vereint, was wir an Dir immer so geliebt hatten. Die wobbeligen Basslinien, das krude Gitarrengeschrammel, der schiefe Gesang, die dennoch süsslichen Melodien, die irrsinnigen, referenzhaltigen Albumtitel und natürlich Deine entweder selbstreflexiven, popkulturellen oder absurden Texte!

letswrestle

Machen wir’s kurz: Let’s Wrestle haben mit In The Court Of The Wrestling Let’s (ja, warum nicht mal eine King Crimson Anspielung im Albumtitel vergewaltigen!) die indiepoptastischste Platte des Jahres (2009) geschrieben, das zu unser aller Freude genauso irr unproduziert klingt wie ihre Debütsingle „Song For ABBA Tribute Record“ oder die erste „In Loving Memory Of“ EP. Netterweise haben sie neben den ganzen schönen neuen Songs auch noch das beste Lied ihrer EP für Neuankömmlinge mitgebracht, das mit der wunderschönen, genredefinierenden Textzeile „no matter how many records I buy – I can’t fill this void“ beginnt: “I Won’t Lie To You”.
Aber damit hört der Spaß natürlich noch lange nicht auf, das Trio um Wesley Patrick Gonzalez singt über die Haarlocken von Prinzessin Diana, die Schwierigkeite, Jesus zu daten („I fell in love with Jesus / but when we went out people teased us“) und Gin & Tonic. They are the men you’ll grow to love soon. (Christian Ihle)




THE FABULOUS PENETRATORS (UK)

Freitag, 03. September 2010
Dez
18
21:00

Eine bezwingende Mischung aus Schweiß, Glitter und Trommelfell zerreißendem Rock n Roll das sind die Fabulous Penetrators. Das Quintett aus London gründete sich Ende 2006 aus den Resten der 50er-Vaudeville-Band Paloma & The Penetrators. Mit With Love erscheint endlich das lang erwartete Debütalbum, das die Liveenergie der Gruppe endlich auf Vinyl und CD bannt. Der gegensätzliche Mix aus postmoderner Attitüde und echtem Rock n Roll ist die Essenz ihrer Live-Performance. Es drängen sich Vergleiche mit dem krachenden Rock n Soul der Sonics auf, mit Sam & Dave, The Cramps, Little Richard, ZZ Top sowie dem Bühnengebaren der frühen Roxy Music. Es regieren dreckige Blues-Riffs und Coolness im Stile der wilden 50er und 60er. Die Highlights ihres selbst produzierten Albums sind The Hump mit seinem superschnellen Mörderriff, das ein wenig an Ian Dury gemahnende Send In The Clones mit monumentalem Rückwärtssolo und das treibend-garage-punkige Catching Up On Me . With Love ist ein Monument von einem Debütalbum.